Ritterfräuleins Gartenlust am Bodensee

Ritterfräuleins Gartenlust am Bodensee Nicht nur Kinder, auch Erwachsene sind fasziniert von der Zeit der Ritter und Edelfrauen. Am Bodensee gibt es nun eine ungewöhnliche Möglichkeit, die Zeit ein paar Jahrhunderte zurück zu drehen. Das Netzwerk Bodenseegärten hat mittelalterliche Ausflugstipps für Gartenanlagen zusammengestellt, die eine Reise an den Bodensee zu einem ganz besonderen Entdeckungstrip werden lassen. Eine Broschüre und die Website www.bodenseegaerten.eu geben einen Überblick zu Gärten und Epochen.

Kräutergartenpoesie auf der Insel Reichenau
Im frühen Mittelalter, vor fast 1.200 Jahren, hat ein Mönch von der Bodensee-Insel Reichenau den ersten Pflanzenratgeber Europas verfasst. In seinem Büchlein „Hortulus – Über die Pflege der Gärten“ berichtet er von 24 Heilpflanzen und ihren Anwendungsmöglichkeiten. Ein nach dem Vorbild des Hortulus angelegter Kräutergarten erinnert heute an die lange Gartentradition auf der Reichenau und ist rund ums Jahr geöffnet. Regelmäßig gibt es öffentliche Führungen, bei denen Besucher sich über die Pflanzen informieren können, die jede mittelalterliche Kräuterfrau kannte. www.welterbe-reichenau.de, www.reichenau.de

Klösterliche Gartenidylle mit eigenem Gemüseanbau
Im ehemaligen Kartäuserkloster Ittingen im Schweizer Kanton Thurgau lebten die Mönche im Mittelalter in vielen kleinen Häusern, die sich noch heute um den Kreuzgang reihen. Jeder von ihnen bestellte damals seinen eigenen Garten. Im Lauf der Zeit ist in Ittingen eine eindrückliche Parkanlage entstanden, in der sich Mönchsgärten, Rebberge, Hopfen-und Gemüsegärten mit der Blütenpracht der größten historischen Rosensammlung der Schweiz zu einem einzigartigen Ganzen verbinden, sogar ein Thymian-Labyrinth gehört inzwischen dazu. www.kartause.ch, www.kunstmuseum.ch

Lustgarten für feine Ritterfräulein
Schloss Arenenberg war Exil der Familie Bonaparte, Sehnsuchtsort von Intellektuellen und Künstlern – und ist ein echter Ausflugsklassiker am Bodensee. Der Arenenberg liegt so traumhaft hoch über dem Schweizer Bodensee, dass es sich hier schon im Mittelalter reiche Patrizierfamilien gut gehen ließen. Spätestens seit dem Ende des 14. Jahrhunderts existiert auf dem Areal ein Landsitz mit dem Namen „Narrenberg“. Man lustwandelte durch einen duftenden Garten mit Rasenbänken und Wasserlauf. Nachdem Forscher herausgefunden haben, dass es hier einen solchen Patriziergarten gegeben hat, wurde er jetzt neu angelegt, am 17. Juni wird er eröffnet. Mit einem Audioguide im Ohr gelingt das Eintauchen in das süße Leben des Mittelalters perfekt. www.napoleonmuseum.ch

Rosenwoche Bischofszell – Blumenmeer vor Mittelalterkulisse
Vor 600 Jahren linderte die Apothekerrose Entzündungen, Zahnschmerzen und sollte das Herz stärken. Inzwischen steht die Schönheit der Blumen im Vorder-grund – und der Geruch. Wenn der Duft tausender Rosenblüten durch rund 35 Rosengärten und die Gassen weht, pilgern nicht nur Mittelalterfans ins historische Schweizer Städtchen Bischofszell. Vom 21. bis 29. Juni 2014 locken überall Rosenarrangements von Gärtnereien, Gartenbauern, Blumengeschäften und Gartenarchitekten aus der ganzen Ostschweiz. Der hoch über dem Thurtal gelegene charmante barocke Stadtkern mit mittelalterlichen Elementen und die alte Thurbrücke, die mit 116 Metern die längste mittelalterliche Steinbrücke der Schweiz ist, bieten dafür die perfekte Kulisse. bischofszellerrosenwoche.ch

Gruppenreise ins Mittelalter
Die mittelalterlichen Gärten am Bodensee sind ideal für Tagesausflüge, lassen sich aber auch zu einer individuellen Rundreise kombinieren. Das Netzwerk Bodenseegärten bietet bei der Planung seine Hilfe an. Wer sich nicht auf eigene Faust auf den Weg in die Garten-Vergangenheit machen will: art cities REISEN organisiert für Gruppen ab 20 Personen eine dreitägige Mittelaltertour.
Informationen zu allen Angeboten des Netzwerks Bodenseegärten finden sich in der Broschüre zu den Bodenseegärten und auf der Website unter www.bodenseegaerten.eu.

Kontakt: „Bodenseegärten“, Internationale Bodensee Tourismus GmbH, Ha-fenstr. 6, D-78462 Konstanz, Tel. +49 7531 90 94 90, info@bodenseegaerten.eu, www.bodenseegaerten.eu.

Schöne Gartentermine
5.6./12.6./26.6.2014: Ein Garten wie ein Gedicht – Der Hortulus. Öffentliche Führung durch den Kräutergarten nach Walahfrid Strabo
29.5.-1.6. Gräfliches Inselfest, Insel Mainau, www.mainau.de
1.6.2014: Einweihung der Garten-Themenpfade in der Kartause Ittingen bei Frauenfeld, www.kartause.ch, www.kunstmuseum.ch
16.6./30.6./14.7./28.7./11.8./25.8.2014, 10-12.30 Uhr: Kids Gardening auf der Insel Main-au, www.gaertnern-fuer-alle.de
1.6.-28.9., immer Sonntag, 14 Uhr: Führungen im Park von Schloss Arenenberg, ab Mitte Juni auch durch den neuen Patriziergarten, www.napoleonmuseum.ch

Adressen aller Gärten und Parks im Netzwerk Bodenseegärten

Kräutergarten nach dem „Hortulus“ auf der Insel Reichenau, beim Münster St.Maria und Markus in Reichenau Mittelzell. Eintritt frei. Informationen: Tourist-Information, Pir-minstrasse 145, D-78479 Insel Reichenau, Tel. +49 7534 92 07 0,
info@reichenau-tourismus.de, www.reichenau.de

Blumeninsel Mainau, D-78465 Insel Mainau, Tel. +49 7531 303-0, info@mainau.de, www.mainau.de. Geöffnet bis zum 19. Oktober 2014. Eintritt: Erwachsene: 18 Euro / ca. 25 Franken, Familien-Tagesticket (gültig für Eltern und ihre Kinder bis einschl. 15 Jahre): 37 Euro / ca. 48 Franken, Kinder (bis einschl. 12 Jahre): gratis, Sonnenuntergangsticket ab 17 Uhr: 1/2 Preis auf alle Tickets. Alle Frankenpreise nach Tageskurs.

Schloss und Park Arenenberg (Napoleonmuseum Thurgau), CH-8268 Salenstein,
Tel. +41 58 345 74 10, napoleonmuseum@tg.ch, www.napoleonmuseum.ch. Der Eintritt zum Landschaftspark ist frei. Der Eintritt zum neuen Mittelaltergarten beträgt 6 Franken / ca. 5 Euro (Umrechnung nach Tageskurs, inkl. Audioguide).

Schul- und Versuchsgärtnerei des Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) Arenenberg, CH-8268 Salenstein, Tel. +41 71 663 33 33, info@arenenberg.ch, www.arenenberg.ch. Der Eintritt ist frei.

Stiftung Kartause Ittingen, CH-8532 Warth bei Frauenfeld, Tel. +41 52 748 44 11,
info@kartause.ch, www.kartause.ch, www.kunstmuseum.ch. Der Eintritt zu vielen Gärten der Kartause ist frei. Einige sind im Rahmen einer Museumsbesichtigung zu besuchen. Eintritt Museum inkl. Audioguide mit vier Garten-Themenführungen ab 1.6.2014 für 10 Franken / ca. 8 Euro (Umrechnung nach Tageskurs).

Kloster und Schloss Salem, D-88682 Salem, Tel. +49 7553 9165 336, schloss@salem.de
www.salem.de. Eintritt: Erwachsene: 7 Euro, Kinder bis 6 Jahre: frei, Kinder 6-15 Jahre: 3,50 Euro / ca. 4,50 Franken, Familien: 17,50 Euro.

Neues Schloss Meersburg, Schlossplatz 12, D-88709 Meersburg, Tel. +49 7532 8079 410, info@neues-schloss-meersburg.de, www.neues-schloss-meersburg.de. Der Eintritt in den Schlossgarten ist frei.

Garten-Rendezvous am Untersee, Informationen: Tourismus Untersee e.V., Im Kohlgarten 2, D-78343 Gaienhofen, Tel. +49 7735 9190 55, info@tourismus-untersee.eu, www.tourismus-untersee.eu, www.garten-rendezvous-bodensee.de. Der Eintritt in die beteiligten Gärten und Parks ist mehrheitlich frei.

Archäobotanischer Garten beim Naturmuseum Thurgau, Freie Strasse 24, CH-8510
Frauenfeld, Tel. +41 58 345 74 00, naturmuseum@tg.ch, www.naturmuseum.tg.ch. Der Eintritt ist frei.

In Kürze: „Bodenseegärten – Eine Reise durch die Zeit“
Seit Jahrtausenden arbeiten fleißige Gärtner und Landschaftsarchitekten am See. Zeugnis hierfür legen rundherum unzählige Parks und Gärten ab. Am westlichen Bodensee finden sich besonders viele davon. Hier sitzen die Gründungsmitglieder des Gartennetzwerks „Bodenseegärten – Eine Reise durch die Zeit“. Es sind: die Inseln Mainau und Reichenau, der Schlosspark, der Patriziergarten sowie die Lehrgärten auf dem Arenenberg, die Parks von Salem und Meersburg, die Gärten des ehemaligen Kartäuserklosters Ittingen sowie viele weitere kleine Privatgärten am Untersee, die ihre Tore für Gäste öffnen. Ziel des Netzwerks ist es, die Gärten und Parks am See grenzüberschreitend und gemeinsam erlebbar zu machen, mit ihren historisch bedingten Unterschieden, den faszinierenden Zusammenhängen und räumlichen bedingten Besonderheiten. Finanziert werden die „Bodenseegärten“ mit Mitteln von Thurgau Tourismus, Tourismus Untersee e.V., Internationale Bodensee Tourismus GmbH, des Landes Baden-Württemberg, des Kantons Thurgau und aus Fördermitteln des Interreg IV-Programms, einem Regionalprogramm der Europäischen Union (EU) und der Schweizer Eidgenossenschaft zur Unterstützung der grenzüberschreitenden Zusammenar-beit.

Texte und weitere Bilder: hier

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